Großbetrieb oder kleine Klitsche?

Fragen und Antworten zur Betrieblichen Ausbildung
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kunse
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Großbetrieb oder kleine Klitsche?

Beitrag von kunse » So 10. Mai 2009, 19:02

Wollt mal Eure Meinung zum Thema hören!

Lerne selber bei nem großen Automobilunternehmen. Hatte Anfangs gedacht, das wär das Beste: große Ausbildungswerkstatt, große Anlagen, viele Abteilungen, keine Überstunden, dicke Kohle...aber Pustekuchen. Ausbilder kümmern sich genauso wenig wie die meisten Fachausbilder, hauptscahe man kommt iwie durch die Prüfung. Die interessanten Sachen an den Anlagen machen Fremdfirmen und nach der Ausbildung kommt man ans Montageband, auch als Mechatroniker. Bewerbungslisten für Instandhaltung sind ewig lang.
Wie sind eure Erfahrungen?

mfg
godfather_of_drift
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Beitrag von godfather_of_drift » So 10. Mai 2009, 19:26

hallo,

genau so wie du es geschrieben hast.
man wird nach der ausbildung verheizt...vonwegen instandhaltung...
Snapper
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Beitrag von Snapper » Fr 29. Mai 2009, 22:54

Also bei mir ist das anders. Ich bin bei einer kleinen Mittelständischen Firma mit 15 Mitarbeitern angestellt und wir sind quasi die Stief-Tochter von unserem Mutterunternehmen mit 55 Mitarbeitern mit anderem Standort. Meine Ausbildung mache ich aber komplett bei dem wohl größten und wohl auch erfahrenstem Dienstleister auf dem Gebiet - Siemens.
Ich habe somit einen ganz guten Einblick in beide Welten und kann dir sagen dass beides sowohl seine Vor- wie Nachteile hat. Welch Überraschung! ^^

Das gute an einem großen (evtl. globalen) Unternehmen ist natürlich der meiner Erfahrung nach sehr gute, oft sogar übertarifliche Lohn sowie die Möglichkeit in viele verschiedene Bereiche zu kommen. Gerade bei globalen Unternehmen auch die einfache Möglichkeit im Ausland zu arbeiten und dabei meist sogar sehr gut unterstützt zu werden.

Das schlechte hast du ja bereits schon erwähnt.

Das gute an einem kleineren Unternehmen ist die oft wesentlich familiärere Atmosphäre untereinander. Der Chef ist nicht unerreichbar im Vorstand sondern ein Kollege. Der Umgang miteinander (zumindest bei uns so) ist einfach sehr angenehm, man fühlt sich gebraucht und es wird sich um dich gekümmert. Dazu trägt vor allem auch die gewisse Gelassenheit bei, es gibt nicht so viel Zeitdruck. Es stehen einem halt keine Aktionäre im Nacken. ;)

Das Schlechte ist leider zum einen die Bezahlung die eher mittelprächtig ist (wobei es bei speziellen Buden die was einzigartig oder sonstwie kommerziell sehr erfolgreiches machen auch ganz im Gegenteil richtig viel Kohle geben kann) und zum anderen natürlich die Gebundenheit an den Ort der Firma sowie eine nicht so vielfältige Möglichkeit vieler verschiedener Bereiche.

mfg
Snapper
Zuletzt geändert von Snapper am Do 4. Jun 2009, 18:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von kunse » Do 4. Jun 2009, 18:21

Würde sagen, das trifft den Nagel auf den Kopf!
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Beitrag von FuNMasTeR » Mi 29. Jul 2009, 07:44

da stimme ich auch vollkommen zu...bin selber auch bei einem großen automobilhersteller und weiß aus eigener erfahrung das das auch nachteile hat...einfach zu viele azubis und dadurch wenig überblick über alles..es wird viel zu wenig auf jeden einzelnen azubi eingegangen...gut ist das man bei uns oft ins werk geschickt wir wo man dann in verschiedenen stationen arbeitet und hier dann meist nur 1-3 azubis arbeiten die von 1-2 abbas (ausbildungsbeauftragten) betreut werden und das ist allemal besser als mit hunderten von leuten in der ausbildungswerkstatt herum zu hängen. :roll:
im großen und ganzen bin cih aber recht zufrieden mit meinem ausbildungsplatz auch wenns ein paar nachteile hat..^^
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Beitrag von crimson_thunder » Mi 29. Jul 2009, 15:49

na sagt mal ihr beiden, bei welchen automobilbetrieben arbeitet ihr denn wenn man fragen darf?
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Beitrag von Snapper » Mi 29. Jul 2009, 21:21

Ich würde ja mal auf die Wolfsburger tippen. ^^
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Beitrag von crimson_thunder » Do 30. Jul 2009, 12:01

hmm ich auch fange ja nun auch bei denen an am 1.9.
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Beitrag von FuNMasTeR » Do 30. Jul 2009, 18:51

..Volkswagen Werk Emden.. :wink:
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Beitrag von crimson_thunder » Do 30. Jul 2009, 20:42

also ich volkswagenwerk braunschweig ;)
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Prayer192
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Beitrag von Prayer192 » Mi 12. Aug 2009, 09:00

hmm also nen kumpel macht seine ausbildung bei draeger (die die alkoholtester für die polizei u.a. herstellen), welcher nunmal ein sehr großer betrieb ist. dort durchläuft er auch mehrere abteilungen und lernt recht viel.
ich arbeite in einem "kleinen" betrieb mit 600 mitarbeitern. bei uns ist ausbildung "groß" geschrieben, so wurde es zumindest bei der bewerbung gesagt. der betrieb setzt auf lernen in der praxis, was soviel heißt wie, dass ich als mechatroniker 9 auf baustellen kabel durch die wände ziehen muss, ich einen 2 wochen grundkurs metallbearbeitung bekomme (bohren, pfeilen, körnen, sägen, etc) aber nicht drehen oder fräsen lerne (maschinen wären sogar vorhanden) und das kerngeschäft (automatisierungstechnik) naja wird auch nicht vertieft...
in der berufsschule kommen alle aus kleineren firmen aber die lernen alles und werden auch zu den nötigen lehrgängen geschickt wie hydraulik oder step7 programmierung (in der bs baut der unterricht auf den kurs auf) aber uns wird sowas verwehrt und wir müssen es zu hause lernen...

mein fazit: die größe des unternehmens ist eigendlich **** egal, es geht rein um die einstellung des betriebes und deren bereitschaft geld auszugeben.
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