Azubi mit 30

Sonstige Fragen rund um die Ausbildung
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RSWolf
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Azubi mit 30

Beitrag von RSWolf » Do 15. Mär 2018, 17:57

Hallo allerseits!
Ich hab mich hier angemeldet um eure Meinungen zu höhren!
Dank google bin ich hier gelandet, weil ich mehr über den Beruf Mechatroniker wissen will.

Gelernt hab ich, den Holzmechaniker (HPE) und etwas länger her, parallel mit der mittleren Reife, Energietechnik. Wovon ich mittlerweile gar keine Ahnung mehr habe. Bin nun anfangs 30 und möcht mich neu definieren bzw was neues, anderes lernen.
Vielleicht Mechatronik? Mich interessiert wie eine Anlage xy funktioniert, und gerade dann wenn die nicht mehr funktionieren will.

Ich kann mir aber nur schwer vorstellen als Servicetechniker bspw bei Still anzufangen.. Nur Gabelstapler zu warten.. Lieber nicht
Anlagen/Maschienenbau ist das was ich mir so vorstelle als Mechatroniker. Oder ist der zu universell oder gar falsch in dem Bereich?
MTK T1
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Re: Azubi mit 30

Beitrag von MTK T1 » Fr 16. Mär 2018, 07:02

Zuerst einmal: Für eine Ausbildung ist es nie zu spät!

Was ich dir aber empfehlen würde, ist keine betriebliche Ausbildungsstelle zu suchen, sondern über einen Kostenträger (Jobcenter, Agentur für Arbeit, Rentenkasse...was auch immer zutreffen kann), den Beruf im Zuge einer Umschulung zu lernen.

Die ist zuerst einmal zeitlich kürzer. Üblich sind Zeiträume zwischen 18 und 30 Monaten, das hängt von der zuständigen IHK und deiner Vorbildung ab.
Eine betriebliche Ausbildung kann natürlich verkürzt werden, näheres dazu findest du im Berufsbildungsgesetz.

Zweitens unterscheiden sich betriebliche Ausbildung und Umschulung meist in der Art und Weise, wie du die Ausbildungsinhalte serviert bekommst.
Die Umschulung ist thematisch breit gefächert und geht auf so ziemlich jeden Themenberiech explizit ein, die Ausbildung in einem Betrieb ist oft auf das Angebot der Firma fokusiert. Du bekommst u.U. einige Themen nur randweise in der Berufsschule mit.

In deinem Alter ist man übrigens nicht mehr berufsschulpflichtig! Der Betrieb könnte sich da querstellen und dich lieber als billige Arbeitskraft in der Firma halten, wer die Entscheidung aber letzendlich trifft, weiß ich im Moment nicht genau.

Drittens muss man sich darüber im Klaren sein, dass eine Umschulung, aufgrund der kurzen Zeit, kein Zuckerschlecken ist!
Du bekommst, je nach Anbieter und Dauer, in etwa 12-18 Monaten den kompletten theoretischen Stoff reingeprügelt und hast danach noch eine betriebliche Trainigsphase, in der du praktische Erfahrungen sammeln kannst.

Noch ein paar Worte zu den Jobmöglichkeiten.
Die sind maximal vielfältig!
Du bist nicht auf Service programmiert in dem Beruf.
Jedwede automatisierte Produktionsfirma benötigt Elektroniker/Mechaniker vor Ort, um ihre Anlagen in Schuss zu halten.
(Mein Tip wäre Lebensmittelindustrie, da ist es sauber, hell, trocken und warm) :)
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